Eine Fülle von Reben, die in der Sonne reifen.

Monat August: An-ge-dacht

„Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz glänze vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke. (Psalm 104,14f.) Der Psalm 104 ist ein Loblied auf die Schöpfung und die Schöpfung. Brot und Wein als Grundnahrungsmittel verdankt der Mensch seinem Gott. Wein als Grundnahrungsmittel? Ja, im frühen Orient war der Wein eher Most mit drei oder vier Prozent Alkohol und sogar gesünder als das abgestandene Wasser mit den Krankheitserregern. Aber Brot und Wein sind mehr als Energiezufuhr an den Körper. Wenn sich das Herz daran erfreut und dadurch gestärkt wird, dann ist mit Herz im Hebräischen nicht einfach der Sitz von Gefühlen gemeint. Das hebräische Wort, das Luther an dieser Stelle mit „Herz“ übersetzt, meint den ganzen Menschen. Also sein Innerstes, seinen Geist, sein Bewusstsein, seine Seele, seinen Sinn. Alles das wird gestärkt durch die Gaben, die in der Schöpfung zu finden sind. Der Psalm lädt dazu ein, mit einzustimmen und das genauso wertzuschätzen.

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