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Monat November: An-ge-dacht

Monat November: An-ge-dacht

„Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. (Jeremia 31,9) Weinend kommt sie nach vorn, nimmt ein Teelicht, zündet es an. Gottesdienst mit Totengedenken, mit Gedenken an die Verstorbenen des zu Ende gehenden Kirchenjahres. Am Ewigkeitssonntag kommt sie jedes Jahr, aber diesmal denkt sie an ihren Vater. Das Frühjahr war keine gute Zeit, tagelang konnte sie ihn nicht besuchen, bis es dann wieder möglich war. Nun kann sie nur noch sein Grab besuchen, nachher geht sie noch dorthin. Ein Bibelvers auf dem Grabstein erinnert an ihren Glauben, eigentlich an seinen Glauben: Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Und klein darunter: Jeremia 31,9. Den Spruch hat er sich gewünscht und sie spürt, wie ihr Herz ein wenig leichter wird bei diesen Worten: Trösten und leiten. Bald schon beginnt der Advent und wieder brennen Teelichte, Kerzen und Lichterketten. Anders wird es sein. Stiller. Und für heute getröstet und geborgen geht sie nach Hause.
Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Oktober: An-ge-dacht

Monat Oktober: An-ge-dacht

30 Jahre Einheit, so lange liegt es schon zurück. Am 3.Oktober können wir auf drei Jahrzehnte Annäherung und Aufbruchstimmung, Enttäuschungen und viel Erlebtes zurückblicken. Viele Christen haben sich damals eingebracht in den Einheitsprozess. In den Gesprächsrunden, auf den Demonstrationen im Herbst davor, als politisch Verantwortliche in den ersten Jahren der geeinten Bundesrepublik. Manche fühlten sich vielleicht gestärkt durch einen biblischen Vers wie den Monatsspruch für Oktober: „Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“ (Jer 29,7) Beim Propheten Jeremia herrschten ganz andere politische Bedingungen als heute, die mit den demokratischen Strukturen heute nicht vergleichbar sind. Dennoch wird hier deutlich: Wie die Umgebung gestaltet ist, hat unmittelbar Einfluss auf das eigene Leben. Darum tun wir gut daran, für unsere gesellschaftliche Situation zu beten. Also Gott zu bitten, mit seinem Segen und seiner Weisheit einzuwirken. „Suchet der Stadt Bestes“ ist leicht gesagt, aber erfordert viel Geschick und Klugheit. Danach zu handeln – denn Beten führt zum Tun – und dafür zu beten ist nach Jeremia auch unsere Aufgabe.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat September: An-ge-dacht

Monat September: An-ge-dacht

„Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat“ (2.Kor. 5,19). Zerstritten und entzweit ist leider vieles auf der Welt: Länder und Nationen, verschiedene Gruppen, einzelne Menschen. Zwiespalt setzt sich immer weiter fort, wenn jede Partei auf ihr Recht beharrt. Wie schwierig ist es oft, zueinander zu finden. Leichter ist es, bei der eigenen Meinung über den anderen zu bleiben. Dadurch vertiefen sich Gräben und es erfordert viel Mut und einen starken Willen, gemeinsam an einer Brücke über die Kluft zu arbeiten. Vielleicht kennen Sie auch solche Situationen oder erleben selbst, wie schwer es sein kann.
Mir hilft der Gedanke an die biblische Botschaft, dass wir schon längst versöhnt sind. Nämlich an erster Stelle mit Gott durch Jesus Christus – wer es annimmt und glaubt. Und dadurch dann auch untereinander, wenn wir aus der Kraft der Versöhnung leben. Jesus ist die Brücke zwischen Gott und Mensch. So beschreibt es der 2. Brief an die Korinther im Monatsspruch. Was von der Gemeinschaft mit Gott trennt, wurde überwunden.
Wenn ich mir das dankbar bewusst mache, werde ich innerlich frei, nun selbst an der Versöhnung durch viele kleine und große Brücken über die Gräben hinweg mitzuwirken.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat August: An-ge-dacht

Monat August: An-ge-dacht

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele“ (Psalm 139,14). Es ist Ferienzeit, herrlich! Zeit zum Ausspannen und Erholen. Zeit, sich auf sich selbst und seine Seele zu besinnen. Darauf „dass ich wunderbar gemacht bin“. Machen wir uns das bewusst? Dass wir ein Wunderwerk sind, einzigartig und unverwechselbar? Vielleicht bietet die Ferienzeit, die Sommerzeit mit den langen Abenden, an denen manches ein wenig leichter scheint, die Gelegenheit dazu. Dazu, dem Schöpfer danke zu sagen: Für das, was wunderbar gelungen ist in meinem Leben, an meinem Äußeren oder meinem Charakter und meinem Inneren. Und dann vielleicht auch dankbar zu denken an alle Menschen, die mich positiv geprägt haben in meinem Leben. Denn diese Dankbarkeit kann stärken und innerlich Kraft geben. Es lohnt sich einmal der Versuch, einzustimmen in die alten Worte des Psalms: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Juli: An-ge-dacht

Monat Juli: An-ge-dacht

Ausgebrannt und fertig, leer und lebensmüde, so fühlte sich Elia, der Prophet. Jemand, von dem man das eigentlich nicht erwarten würde. Und wir wissen: Das gibt es heute genauso. Dass jemand nicht mehr an den Sinn seiner Tätigkeit glaubt, das Ziel nicht mehr vor Augen hat, einfach alles hinschmeißen möchte und das Vertrauen in sich selbst verloren hat.
Wie geht es da wieder raus?
Elia hat eine Begegnung der anderen Art. „Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir“ (1.Könige 19,7). Nicht sein eigener starker Glaube hilft ihm heraus, sondern Hilfe, die von außen kommt. Und sie ist ganz konkret und greifbar: Aufstehen und Essen! Den Körper bewegen und sich etwas schmecken lassen. Wieder Leben spüren in den Gliedmaßen, Energie bekommen in den Magen. Der Monatsspruch für Juli erinnert uns daran, dass wir für unsere weiten Wege Hilfe an die Seite gestellt bekommen.
Und im Spruch für August lesen wir vielleicht die Worte, die jemand wie Elia dann wieder sprechen kann, als er wieder Zuversicht für sein Leben gewonnen hat: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele“ (Psalm 139,14).

Eine behütete und gesegnete Sommerzeit
wünscht Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt