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Monat April: An-ge-dacht

Monat April: An-ge-dacht

„Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.“ (Kol 1,15) Die Natur erwacht, im Frühling zeigt sich zartes Grün und alles wird wieder etwas bunter und farbenfroher. Die Schöpfung zeigt ihr Werden und Vergehen. So sieht auch der Apostel Paulus Jesus im Zusammenhang mit Gottes Schöpfung. So wie in der Natur alles vergeht und entsteht, so ist auch Jesus Christus geworden und vergangen. Er ist gestorben und er ist auferstanden. Das feiern wir beim Osterfest und in der darauffolgenden Osterzeit bis Pfingsten. Und was hat das mit mir zu tun? Auch ich bin darin gefangen. Im Werden und Vergehen. Auch ich bin darin umfangen: vergänglich sein und lebendig werden. Durch Jesus hat Gott aber geklärt: Das Leben ist stärker. Das Gute und Lebendige soll größer sein und wachsen. Oft sieht es nicht danach aus. Aber die Hoffnung darauf wird jedes Jahr zur Osterzeit wieder belebt. „Jesus lebt!“

Eine gesegnete Osterzeit wünscht Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz
mit Pfarrerin Miriam Arndt

Monat März: An-ge-dacht

Monat März: An-ge-dacht

Auf meiner Fensterbank liegen kleine Steine. Gesammelt irgendwann mal am Meer, oder im Garten. Steine können Geschichte(n) erzählen: Die Geschichte ihrer Herkunft, von Eismassen bis in unsere Gegend geschoben. Versteinerte Lebewesen lassen in die Vergangenheit blicken. Ruinen erinnern an Ritter, Mönche oder ehemalige Fabriken. Steine können Spuren bewahren von großartigen Bauten, aber auch von Ungerechtigkeit und Zerstörung.
Das zerstörte Jerusalem hatte der Evangelist Lukas vermutlich im Hinterkopf, als er diese Begebenheit aufschrieb: Jesus zieht mit seinen Jüngern ein nach Jerusalem. Die Jünger jubeln und freuen sich darüber. Sie freuen sich, dass sie dabei sind. Dass sie Jesus erleben können. Sie sind glücklich und außer sich und be-geistert, von Gottes gutem Geist erfüllt. „Gelobt sei der da kommt, der König!“ Aber einigen passte das nicht und sie sagten: „Weise deine Jünger zurecht, sie sollen still sein!“ Und Jesus antwortete: „Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“ (Lukas 19.40) Die Freude muss doch raus. Aber auch die Klage über das, was noch kommen wird: Jesus stirbt am Kreuz. Jerusalem wird zerstört. Die Steine werden schreien. Sie klagen an, wenn Menschen verstummen. Denn manchmal fehlen die Worte. Vor Aufregung, vor Angst, vor Trauer. Schwer liegt das auf der Zunge und der Seele. Wie gut, dass Gott hört. Dass er Spuren liest und Geschichten kennt, die sonst nicht wahrgenommen werden. Er kennt die Geschichten der Welt, der Steine und unsere menschlichen.

Eine gesegnete Passionszeit wünscht
Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz
mit Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Februar: An-ge-dacht

Monat Februar: An-ge-dacht

„Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!“ (Lk 10,20) Diese Worte aus Jesu Mund stammen aus einer Zeit, in der noch nicht ständig und überall geschrieben wurde, geschweige denn Kurznachrichten oder Mitteilungen im Chat. Die Mädchen und Jungen im Judentum lernten lesen und schreiben und übten sicherlich auch ihren Namen zu schreiben. Damals wie heute. Wenn ein anderer meinen Namen kennt, dann setzt das eine gewisse Beziehung voraus. Mit einem bestimmten Namen verbinden wir meist auch bestimmte Menschen. Wenn die „Namen im Himmel verzeichnet sind“, bedeutet das: Gott kennt uns, mit all den Gaben und auch Macken, die uns ausmachen. Mit dem Namen, den wir am Anfang des Lebens bekommen haben und der uns das ganze Leben begleitet und darüber hinaus so manchem in Erinnerung bleibt. Mit unserem Namen sind wir nah bei Gott, denn er hat uns geschaffen. Der Bibelvers erinnert mich an Jesaja 43,1: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“ Ja, fürchte dich nicht. Sondern freu dich, dass Gott dir so nah ist und du ihm vertraut bist.

Einen gesegneten Monat Februar wünscht Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz
und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Januar: An-ge-dacht

Monat Januar: An-ge-dacht

Jesus Christus spricht:
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!
(Lukas 6,36)

„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Die sogenannte goldene Regel ist aus ganz verschiedenen Kulturen bekannt und verlangt, dass man sich hineinversetzt in den anderen. Einen Perspektivwechsel. Wenn ich in Not bin, möchte ich auch von anderen Hilfe und Unterstützung erfahren, wenn ich Hunger erleide, wünsche ich mir, dass ein anderer mich stärkt und sättigt. Der Bibelvers der Jahreslosung für das Jahr 2021 verbindet diese Haltung mit dem Wort „Barmherzigkeit“. Jesus Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist (Lukas 6,36). Weil Gott, der himmlische Vater sich freundlich den Menschen zuwendet, können sie miteinander barmherzig sein.  Wie eine Frau, die sich ihrer eigenen Kinder erbarmt, die sie im Mutterleib getragen hatte (Jesaja 49,15), so begegnet uns Gott.
Das vergangene Jahr war schwer. Für viele von uns. Wie viel schwerer erst für Menschen in ärmeren Regionen dieser Welt, Menschen, die über wenig Einkommen und schlechte Gesundheitsversorgung verfügen. Wie wird dieses neue Jahr? Können wir einander solidarisch begegnen? Im Umgang mit uns selbst, unseren Nächsten und auch den über weite Netzwerke verbundenen Menschen anderswo? Den immer wieder nötigen Perspektivwechsel, der nicht das eigene Blickfeld für absolut hält, wünsche ich uns.

Eine gesegnetes neues Jahr 2021 wünscht Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Dezember: An-ge-dacht

Monat Dezember: An-ge-dacht

„Weil wir Hoffnung brauchen“ – wie ein Kometenschweif folgen diese Worte dem Stern in dem Bild für Weihnachten 2020. Die Geburt Jesu war mit Sicherheit eine „Sternstunde“ der Menschheitsgeschichte. Was hat dieses Ereignis und alles, was mit Jesus von Nazareth verknüpft wird, nicht für Einfluss gehabt! Die alten Propheten wie Jesaja wurden im Lichte seiner Geburt gelesen: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finster‘n Lande, scheint es hell.“ (Jesaja 9,1-6) Diese Botschaft haben Menschen auf sich bezogen und vertrauen immer noch darauf: Gott wird Mensch für uns! Jesus zeigte uns, dass Gott zu einem jeden von uns liebevoll sagt: „Du bist mein Augenstern“, an dir habe ich Wohlgefallen, du bist nicht einer von Millionen von Sternen, sondern: „Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt (…). Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl“ (EG 511) Hoffnung brauchen wir. Und Jesus will sie schenken.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt