Zum Osterfeuer am Karsamstag ließen sich rund 30 Leute einladen auf das Kirchengelände hinter die Kirche, wo nach der Andacht gegrillt wurde und somit schon die Osterfreude langsam Einzug hielt. Es war ziemlich windig, doch das hat der Atmosphäre keinen Abbruch getan.
Es ist ein etwas merkwürdiger Feiertag, der Karsamstag. Zwischen Karfreitag und Ostern ist es traditionellerweise ein ruhiger Tag, an dem die Grabesruhe nachempfunden wird: Jesus war zu Grabe getragen worden nach seiner Kreuzigung.
Das Osterfeuer in der Nacht zum Ostersonntag erinnert somit an das Lagerfeuer der Wächter, also der römischen Soldaten. Diese sollten das Grab Jesu bewachen, obwohl doch sogar ein schwerer Stein davor gerollt war.
Die Ruhe des Karsamstags lässt sich gar nicht so leicht aushalten, haben wir in der Andacht bedacht, weil da auch manchmal aus der Tiefe Belastendes auftaucht. „Hinabgestiegen zu den Toten“ ist Jesus Christus, so bekennen wir es in jedem Gottesdienst im Apostolischen Glaubensbekenntnis. Und diese sogenannte Höllenfahrt Christi bedeutet, dass er den Tod ganz durchdrungen hat. Aber er hat ihn eben auch bezwungen – das haben wir Ostern gefeiert und feiern es weiter in der Osterzeit.
Der Einladung zum Osterfeuer sind einige Nachbarn und Gablenzer, aber auch weitgereiste Besucher, die das Osterwochenende in Bad Muskau verbracht haben, gefolgt. So entstanden schöne Begegnungen und Gespräche. Darüber freuen wir uns und danken allen von Herzen, die sich an den Vorbereitungen beteiligt haben.
Pfarrerin Miriam Arndt
