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Monat September: An-ge-dacht

Monat September: An-ge-dacht

„Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat“ (2.Kor. 5,19). Zerstritten und entzweit ist leider vieles auf der Welt: Länder und Nationen, verschiedene Gruppen, einzelne Menschen. Zwiespalt setzt sich immer weiter fort, wenn jede Partei auf ihr Recht beharrt. Wie schwierig ist es oft, zueinander zu finden. Leichter ist es, bei der eigenen Meinung über den anderen zu bleiben. Dadurch vertiefen sich Gräben und es erfordert viel Mut und einen starken Willen, gemeinsam an einer Brücke über die Kluft zu arbeiten. Vielleicht kennen Sie auch solche Situationen oder erleben selbst, wie schwer es sein kann.
Mir hilft der Gedanke an die biblische Botschaft, dass wir schon längst versöhnt sind. Nämlich an erster Stelle mit Gott durch Jesus Christus – wer es annimmt und glaubt. Und dadurch dann auch untereinander, wenn wir aus der Kraft der Versöhnung leben. Jesus ist die Brücke zwischen Gott und Mensch. So beschreibt es der 2. Brief an die Korinther im Monatsspruch. Was von der Gemeinschaft mit Gott trennt, wurde überwunden.
Wenn ich mir das dankbar bewusst mache, werde ich innerlich frei, nun selbst an der Versöhnung durch viele kleine und große Brücken über die Gräben hinweg mitzuwirken.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat August: An-ge-dacht

Monat August: An-ge-dacht

„Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele“ (Psalm 139,14). Es ist Ferienzeit, herrlich! Zeit zum Ausspannen und Erholen. Zeit, sich auf sich selbst und seine Seele zu besinnen. Darauf „dass ich wunderbar gemacht bin“. Machen wir uns das bewusst? Dass wir ein Wunderwerk sind, einzigartig und unverwechselbar? Vielleicht bietet die Ferienzeit, die Sommerzeit mit den langen Abenden, an denen manches ein wenig leichter scheint, die Gelegenheit dazu. Dazu, dem Schöpfer danke zu sagen: Für das, was wunderbar gelungen ist in meinem Leben, an meinem Äußeren oder meinem Charakter und meinem Inneren. Und dann vielleicht auch dankbar zu denken an alle Menschen, die mich positiv geprägt haben in meinem Leben. Denn diese Dankbarkeit kann stärken und innerlich Kraft geben. Es lohnt sich einmal der Versuch, einzustimmen in die alten Worte des Psalms: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Juli: An-ge-dacht

Monat Juli: An-ge-dacht

Ausgebrannt und fertig, leer und lebensmüde, so fühlte sich Elia, der Prophet. Jemand, von dem man das eigentlich nicht erwarten würde. Und wir wissen: Das gibt es heute genauso. Dass jemand nicht mehr an den Sinn seiner Tätigkeit glaubt, das Ziel nicht mehr vor Augen hat, einfach alles hinschmeißen möchte und das Vertrauen in sich selbst verloren hat.
Wie geht es da wieder raus?
Elia hat eine Begegnung der anderen Art. „Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir“ (1.Könige 19,7). Nicht sein eigener starker Glaube hilft ihm heraus, sondern Hilfe, die von außen kommt. Und sie ist ganz konkret und greifbar: Aufstehen und Essen! Den Körper bewegen und sich etwas schmecken lassen. Wieder Leben spüren in den Gliedmaßen, Energie bekommen in den Magen. Der Monatsspruch für Juli erinnert uns daran, dass wir für unsere weiten Wege Hilfe an die Seite gestellt bekommen.
Und im Spruch für August lesen wir vielleicht die Worte, die jemand wie Elia dann wieder sprechen kann, als er wieder Zuversicht für sein Leben gewonnen hat: „Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele“ (Psalm 139,14).

Eine behütete und gesegnete Sommerzeit
wünscht Ihnen
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

 

Monat Juni: An-ge-dacht

Monat Juni: An-ge-dacht

“Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ Dieser Satz aus dem 1.Buch der Könige Kapitel 8 im Alten Testament stammt aus dem Gebet des Königs Salomo, welches dieser zur Einweihung des Tempels in Jerusalem spricht. Gott wird darum gebeten, die Gebete zu erhören, die mit viel Aufwand vor ihn gebracht werden. Es werden Opfer auf dem Altar dargebracht, viel Reichtum gezeigt, aber eben auch ein inniges Gebet gesprochen. Denn Salomo scheint zu wissen: Dem Allmächtigen wurde zwar dieses monumentale heilige Gebäude errichtet, aber es kommt ihm auf das Herz des einzelnen Menschen an. Darin will er wohnen und vorkommen. „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ In dem Zusammenhang klingt das ganze universell, denn auch der Fremde wird kommen und „so wollest du ihr Gebet und Flehen erhören“ (Vers 45). Der Gemeinschaft, die so eine wichtige Rolle in der damaligen Kultur spielte, wird noch etwas an die Seite gestellt: Es kommt auf die innere Überzeugung des Einzelnen an, auf die Person. Das „Herz aller Menschenkinder“ umfasst jede und jeden, Freund und Feind, Mann und Frau, jung und alt, heute würde man hinzufügen, egal welcher Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder religiösen Überzeugung. Menschen lassen sich nicht über einen Kamm scheren. Wer kann schon in das Herz des anderen sehen? Gott allein! „Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“ Machen wir uns das immer wieder bewusst, wenn wir dabei sind über andere zu urteilen, sie in Schubladen ordnen oder gar verachten. Denn auch unser Herz kennt Gott, mit allem Schatten und Licht darin.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund!
der Gemeindekirchenrat Gablenz und Pfarrerin Miriam Arndt

Monat Mai: An-ge-dacht

Monat Mai: An-ge-dacht

„Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat!“ 1.Petr. 4,10
Dient einander – dienen, helfen, füreinander da sein. Das fordert der Schreiber des Briefes, der sich auf den Apostel Petrus beruft. Und der damit auf Jesus zurückgeht, der zeigte, was es bedeutet, seine Nächsten zu lieben. Und sogar seine Feinde.
Dabei geht das Helfen und Einander Dienen in dieser Zeit grade nur mit Abstand. Schwer zu ertragen, auch wenn wir uns mittlerweile an viele Umstände gewöhnt haben. Was dem anderen zum Besten dient, ist derzeit schwierig abzuschätzen. Nähe fehlt. Miteinander sprechen und die Regung der Mundwinkel beobachten: Meint sie es ironisch? Meint er es ernst?
In den letzten Wochen durfte es helfende Hände in der Regel nur ohne direkten Kontakt geben. Einander dienen heißt aber auch: Zum Glück finden viele einen Weg, ihre Gaben für andere einzusetzen. Auch auf andere Weise als gewohnt. Und ich glaube, jede und jeder hat eine Gabe empfangen.
Gut, dass wir ein Lächeln an den Augen ablesen können und viele andere Regungen im Gesicht auch. Natürlich Schmerzen und Traurigkeit. Aber auch die Dankbarkeit und die Freude. Etwa wenn jemand etwas davon erlebt, was im Monatsspruch mit Gnade Gottes bezeichnet wird.  Gnade ist das, was Gott schenkt, auch durch Menschen. Sein Barmherzig-Sein, seine Güte. Und die zeigt sich in vielfältiger Weise. Da wo Menschen über sich hinaussehen, zusammenstehen (mit Abstand natürlich) und einander Mut schenken.

 

Monat April: An-ge-dacht

Monat April: An-ge-dacht

Karfreitag und Ostern liegen so nah beieinander. Dabei liegt zwischen ihnen der größte Gegensatz. Nämlich Tod und Leben. Neues Leben wird uns laut dem biblischen Zeugnis im Neuen Testament durch die Auferstehung Jesu versprochen. Aber wie das geht und wie die Auferstehung aussehen soll, haben sich Christen auch vor 2000 Jahren schon gefragt. Der Apostel Paulus antwortet ihnen in seinem ersten Brief an die Korinther und spricht von einem neuen Leib, der überhaupt nicht zu vergleichen ist mit dem, was wir bisher hatten. Denn der irdische Leib wurde zwar von Gott jedem individuell gegeben. Aber er ist eben nicht von Dauer. „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.“ (1.Kor. 15,42) Das ist der Unterschied: Das ist das Neue, was mit der Auferstehung kommt, weil es „himmlisch“ ist. Für viele ist das nicht nur eine Hoffnung über den Tod hinaus, sondern schon die Ermutigung hier im Leben zuversichtlich durch die Zeit zu gehen. „Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Toten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht.“ (Christian Fürchtegott Gellert 1757, Ev. Gesangbuch 115) Das feiern wir in der Osterzeit.

Ein gesegnetes Osterfest
wünscht Ihnen der Gemeindekirchenrat
und Pfarrerin Miriam Arndt