Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Galater 5,1)
Freiheit – das klingt gut. Frei sein von Zwängen, von Angst, von dem Gefühl, immer etwas leisten zu müssen. Aber Freiheit kann auch verunsichern. Was soll ich tun, wenn mir niemand mehr sagt, was richtig ist? Woran kann ich mich halten?
Paulus schreibt an die Christen in Galatien: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ Das ist für ihn keine Freiheit, die wir uns selbst erarbeiten. Sie ist ein Geschenk. Jesus Christus hat uns frei gemacht von der Vorstellung, wir müssten uns Gottes Liebe erst verdienen. Wir sind angenommen, nicht weil wir alles richtig machen, sondern weil Christus unsere Schuld auf sich genommen hat. Weil Gott uns in seiner Liebe annimmt.
Darum schreibt Paulus: „So steht nun fest“. Bleibt bei dieser Freiheit! Lasst euch nicht wieder unter ein Joch bringen. Nicht zurück in die Angst, nicht zurück in den Zwang, sich selbst und anderen ständig etwas beweisen zu müssen.
Diese Freiheit verändert den Blick auf das eigene Leben. Ich darf Fehler machen und neu anfangen. Ich darf Nein sagen, ohne mich schuldig zu fühlen. Ich muss nicht jeder Erwartung entsprechen. Und ich darf anderen dieselbe Freiheit zugestehen.
Christliche Freiheit bedeutet nicht, dass mir alles egal sein kann. Sie bedeutet: Ich bin frei, weil Christus mich frei gemacht hat. Frei, mein Leben im Vertrauen auf ihn zu leben – und frei, mich anderen zuzuwenden.
Einen gesegneten Monat Oktober
wünschen Ihnen und Euch, Pfarrerin Miriam Arndt und der Ortskirchenrat Gablenz
