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An-ge-dacht: Monat Oktober 2025

28.09.2025 | An-ge-dacht

Die Apfelbäume tragen reichlich in diesem Jahr. Die Zweige biegen sich unter der Last der Früchte, als wollten sie sagen: „Seht, was Gott Gutes getan hat.“

Äpfel gehören in Deutschland zum Lieblingsobst – fast 20 Kilogramm ist jeder Mensch hier pro Jahr. Auch ich genieße Apfelstücke roh zum Frühstück, im Müsli, als Pausensnack oder gebacken auf dem Kuchen. Und bei jedem Bissen kann ich spüren: Gott versorgt mich.

Gott versorgt uns und dafür danken wir ihm beim Erntedankfest. In Psalm 1 vergleicht der Psalmbeter den Menschen, der Gottes Wort liebt und ihm vertraut, mit einem Baum an frischem Wasser. „Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht.

Und alles, was er tut, gerät wohl.“ (Psalm 1,3)

So ein Baum bringt zuverlässig Frucht – nicht aus eigener Kraft, sondern weil er tief verwurzelt ist und aus einer beständigen Quelle schöpft. Einen Apfelbaum zu pflanzen, ist immer auch ein Zeichen der Hoffnung. Man weiß: Die Frucht wird nicht sofort kommen, aber eines Tages wird er blühen und tragen.

So ist es auch mit unserem Leben. Hoffnung und Zuversicht wachsen aus Vertrauen – Vertrauen darauf, dass Gott uns durch alle Jahreszeiten hindurch versorgt, auch wenn es Zeiten der Dürre gibt.

Erntedank lädt uns ein, genau hinzusehen: Wo hat Gott uns in diesem Jahr reich beschenkt? Da wo es offensichtlich ist: bei einer guten Ernte, mit Gesundheit, im Miteinander. Vielleicht aber auch in leisen, unscheinbaren Dingen – in einem tröstenden Wort, in einer Situation, in der ich bewahrt wurde, in einer neuen Chance, die sich auftut.

Wenn ich dafür aufmerksam werden, entsteht Dankbarkeit und daraus kann Zuversicht wachsen. Denn wer heute dankbar erkennt, wie Gott versorgt, kann mutig in die Zukunft blicken – fest verwurzelt wie ein Baum an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

Einen gesegneten Monat Oktober
wünschen Ihnen
Pfarrerin Miriam Arndt und der Ortskirchenrat Gablenz