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An -ge-dacht: Monat Mai 2026

29.04.2026 | An-ge-dacht

Liebe Leserinnen und Leser!

In meiner Schulzeit hatte ich ein besonderes Erlebnis:

Wir haben auf Klassenfahrt eine Woche auf einem Segelschiff verbracht und durften selbst Segel hissen und wieder einholen. Manchmal konnten wir neben dem Boot in der Ostsee schwimmen oder sind zu einer Insel gerudert. Dann lag das Schiff vor Anker.

Der Anker ist neben dem Kreuz (Glaube) und dem Herz (Liebe) ein weiteres christliches Symbol geworden. Der Satz im Hebräerbrief führte wohl dazu: „Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele“ (Hebräer 6,19).

Das soll ermutigen und trösten, aufbauen und daran erinnern: Es gibt Momente, in denen ich den Halt verliere, ziellos umherirre. Es gibt Zeiten, in denen ich nicht glauben kann, dass es mit mir oder dieser Welt noch gut weitergeht. Aber da gibt es diesen Anker, die Hoffnung. Wenn mir alles wie ein tobendes Meer vorkommt oder im Gegenteil wie eine gleichbleibende Oberfläche, wo nichts einen Unterschied macht – dann kann ich fest ankern.

Im Brief an die Hebräer wird die Hoffnung mit Jesus Christus verknüpft. Wie er gelitten hat, gestorben ist und wieder auferstand, so fährt er mit mir auf hoher See und wird mich hindurchtragen. Die Verbindung zu ihm steht und kann Sicherheit geben. So wünsche ich mir und Ihnen diesen Anker, diese Hoffnung, in diesen Zeiten.

Einen gesegneten Monat Mai wünschen Ihnen und Euch
Pfarrerin Miriam Arndt und der Ortskirchenrat Gablenz