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An-ge-dacht: Monat März 2026

26.02.2026 | An-ge-dacht

Liebe Leserinnen und Leser!

März. Passionszeit. Erinnerung an den Weg von Jesus Christus. Doch bevor er leidet und stirbt, leidet er selbst mit.
Nämlich mit seinen Liebsten. „Da weinte Jesus.“ (Joh 11,35) heißt es in einer Geschichte über den Tod eines seiner Freunde: Lazarus. Jesus sieht die Tränen und die Trauer von dessen Schwestern Maria und Marta und wird selbst berührt. Er spürt den Schmerz – und weint selbst.

Es tut gut, wenn jemand nicht einfach nüchtern sagt: „Kopf hoch, es wird schon wieder.“ Sondern sich selbst berühren lässt, vielleicht sogar mitweint und zeigt, dass es in Ordnung ist, Gefühle zu haben und sie auch zu zeigen. Das ist ein Zeichen von Mitgefühl und Verbundenheit. Ein Psalmvers findet ein schönes Bild dafür, wie Gott mit unseren Tränen umgeht, weil keine einzige Träne geht bei ihm verloren geht: „Sammle meine Tränen in deinen Krug; ohne Zweifel, du zählst sie.“ (Psalm 56,9)

Doch die Geschichte mit Lazarus endet nicht mit den Tränen Jesu und der Trauernden. Jesus tut ein Wunder und weckt den Verstorbenen von den Toten auf. So offensichtlich erlebt man es im Leben vielleicht nicht, aber es erinnert an die Hoffnung, die wir durch Jesus Christus und seine Macht haben können. Die Hoffnung auf ewiges Leben nach dem Tod. Doch auch schon im Leben kann ich daraus Hoffnung ziehen und erlebe es etwa wenn Menschen mich in schwierigen Momenten begleiten und mitfühlend sind.

Einen gesegneten Monat März wünschen Ihnen
Pfarrerin Miriam Arndt und der Ortskirchenrat Gablenz