Liebe Leserinnen und Leser,
„Du sollst fröhlich sein und dich freuen über all das Gute, das der HERR, dein Gott, dir und deiner Familie gegeben hat.“ (5. Mose 26,11)
Fröhlich sein? All das Gute? Es fällt oft schwer, angesichts von schlimmen Nachrichten fröhlich zu sein und das Gute zu sehen. Das ist heute nicht anders als zur Zeit des Volkes Israel, das nach vierzigjähriger Irrfahrt durch die Wüste endlich im gelobten Land ankommt.
Trotz aller Schwierigkeiten werden sie aufgefordert wahrzunehmen, wie Gott ihnen eine reiche Ernte geschenkt hat. Den Erstling der Ernte sollen sie Gott als Opfer darbringen. Es geht dabei wohl auch um eine innere Haltung: um Zuversicht und Vertrauen, das Gute zu sehen – oder zumindest darauf zu hoffen.
Es ist eben die Frage: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Wie würden Sie antworten? Auf welcher Seite ordnen Sie sich ein – bei den Optimisten oder den Pessimisten? „Du sollst fröhlich sein“ klingt für Letztere vermutlich eher nervig. Ach, lass mich doch.
Der Bibelvers legt nahe: Schau auf das Positive, das du schon erlebt hast. Sieh auf das, was dir geschenkt wurde. Erinnere dich daran, wie du schwierige Situationen gemeistert hast. War es nicht Gott, der dich hindurchgetragen hat?
So lässt sich doch jeden Tag etwas finden, wofür wir dankbar sein können. Und wenn wir täglich kleine Happen sammeln, haben wir bald genug Proviant für den Weg – auch durch eine Wüstenzeit. Nahrhafte Schätze, die uns zuversichtlich weitergehen lassen. Dann liegt der Monatsspruch nicht mehr quer zu den Erfahrungen unserer Zeit, sondern erinnert uns daran, dass Gott an unserer Seite ist und lässt uns freundlicher auf das Leben schauen.
Einen gesegneten Monat Februar wünschen Ihnen
Pfarrerin Miriam Arndt und der Ortskirchenrat Gablenz
