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An-ge-dacht: Dezember 2025

29.11.2025 | An-ge-dacht

Gott spricht: Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Maleachi 3,20

Leuchte auch für mich, du Sonne der Gerechtigkeit. Schütze mich unter deinen Flügeln.

„Sonne der Gerechtigkeit, geh auf zu unsrer Zeit.“ – dieses alte Kirchenlied im Evangelischen Gesangbuch Nr. 262 greift die Worte des Propheten Maleachi auf. Es bittet: Gott, lass dein Licht auch heute wieder scheinen. Zur Zeit des Propheten war das Volk Israel gerade aus dem Exil nach Jerusalem zurückgekehrt. Doch wieviel Vertrauen in Gott war noch übriggeblieben? Über Generationen hinweg hatte sich vieles verloren. Vielleicht war es schwer geworden, den Glauben lebendig zu halten.

Und mitten hinein in diese Unsicherheit spricht Maleachi: Wer an Gott festhält, wer ihm vertraut, der wird Licht und Wärme spüren – wie wenn nach einer langen Nacht endlich die Sonne aufgeht. Gott schenkt Heil. Er bringt neues Leben.

Maleachi – das heißt „mein Bote“. Und als letztes Buch des Alten Testaments zeigt er schon nach vorn: auf das, was kommt. Auf den, der kommt. Wir Christinnen und Christen sehen darin einen Hinweis auf Jesus. Er kommt als Licht in die Welt – als König, aber eben auch als Kind im Stall.

Klein, verletzlich, und doch voller Liebe und Hoffnung. Gott wird Mensch. Er kommt ganz nah. Und er will auch in meinem Leben aufgehen – wie eine Sonne nach einer dunklen Nacht.

Ich glaube: Diese Sonne der Gerechtigkeit scheint auch heute – in unsere Dunkelheiten, in unsere Zweifel, mitten in den Alltag. Gott bleibt nicht fern. Er kommt. Zu dir. Zu mir. Komm zu mir, Jesus, leuchte in mein Leben. Halt mich fest in deinen Armen. Amen.

Eine gesegnete und friedvolle Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen
Pfarrerin Miriam Arndt und der Ortskirchenrat Gablenz